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Auf Talfahrt programmiert?

High-Tech: Deutschland steigt immer weiter ab

PREVIEW online - GTAI – Wie es in Deutschland um Digitalisierung und High-Tech insgesamt bestellt ist, hat uns Corona sehr deutlich vor Augen geführt. Sieben der zehn größten Exportnationen von Hochtechnologie kommen aus Asien. China führt mit Abstand. Deutschland und die USA verlieren weiter Marktanteile. Unter den bedeutendsten Exportländern von Hightech-Erzeugnissen belegte China 2020 mit einem Anteil von nahezu einem Viertel an den entsprechenden Ausfuhren Rang eins. Erst mit deutlichem Abstand folgten die USA (7,1 Prozent) und Taiwan (6 Prozent). Deutschland belegte mit einem Anteil von 5,6 Prozent Rang vier, gefolgt von Südkorea (5 Prozent).

Diese Marktaufteilung war nicht immer so. 1990 führten die USA, Japan und Deutschland mit jeweils zweistelligen Anteilsraten das globale Ranking an. Nur zehn Jahre später hat China bereits kräftig aufgeholt und sich den Top Ten deutlich genähert. Im Jahr 2005 löste das Reich der Mitte die USA erstmalig als Exportweltmeister bei Spitzentechnologie ab und hat seitdem den Abstand zur Konkurrenz sowohl anteilsmäßig als auch absolut noch weiter ausgebaut.

Deutschland rutscht immer weiter ab

Deutschland rutschte in den vergangenen drei Jahrzehnten von Platz drei auf Platz vier der weltweit bedeutendsten Hochtechnologie-Exporteure. Gemessen an den verlorenen Marktanteilen hat Deutschland unter der chinesischen Konkurrenz weniger gelitten als andere Exportnationen. Während die Vereinigten Staaten zwischen 1990 und 2020 über 16 Prozentpunkte ihrer Marktanteile verloren, büßte Deutschland nur rund 5 Prozentpunkte ein. Japan verlor im selben Zeitraum mehr als 14 Prozentpunkte und das Vereinigte Königreich etwa 6 Prozentpunkte.

Gleichzeitig sind deutsche Unternehmen heutzutage vielfach internationaler aufgestellt und produzieren stärker im Ausland. In China tragen ausländisch-investierte Firmen einen signifikanten Anteil zu den chinesischen Exporten bei. Dies dürfte auch auf Ausfuhren von Hochtechnologieprodukten zutreffen.

Asiatische Länder steigern High-Tech-Ausfuhr

Neben China hat sich vor allem Vietnam äußerst dynamisch entwickelt. Innerhalb von 30 Jahren legten vietnamesische Hightech-Exporte von lediglich 0,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 1990 kontinuierlich auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 zu. Des Weiteren gehören vor allem Taiwan, Südkorea und Malaysia zu aufstrebenden Anbietern von Hochtechnologie.

Zwei Drittel der globalen Exporte entfallen auf Asien-Pazifik

Auffällig ist, dass asiatische Volkswirtschaften mit sieben Platzierungen unter den zehn bedeutendsten Anbietern von Hochtechnologie überproportional vertreten sind. Aus der Europäischen Union ist neben Deutschland lediglich Frankreich auf Platz zehn vertreten. Besonders erfolgreich war Taiwan, das sich bei den Hightech-Exporten 2019 zunächst an Südkorea und im Jahr 2020 auch an Deutschland vorbeigeschoben hat. Im Coronajahr 2020 konnte auch Malaysia kräftig aufholen. Das Land rangiert nun noch vor Frankreich auf Platz neun. Auf die Region Asien-Pazifik entfiel 2020 mit fast zwei Dritteln somit der Großteil der weltweiten Ausfuhren von Hochtechnologie.

China schon vor Japan

Hohe Exporte von Hochtechnologie-Erzeugnissen gehen häufig mit einer gesteigerten Innovationsfähigkeit einher. Nicht umsonst liegen die weltweit innovativsten Staaten beim Exportranking von Hightech weit vorne. Der Global Innovation Index 2021 der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) untersuchte 132 Volkswirtschaften und umfasst rund 80 Indikatoren, darunter auch den Anteil der Hightech-Exporte an den gesamten Ausfuhren des jeweiligen Landes. China näherte sich im aktuellsten Ranking 2021 den Top Ten. Im globalen Maßstab belegte die Volksrepublik Platz zwölf und lag damit sogar vor Japan.

Die chinesische Regierung verfolgt seit Langem das Ziel, die Technologieführerschaft in ausgewählten Industriezweigen zu erringen. Neben der Stellung chinesischer Unternehmen auf dem heimischen Markt soll auch ihr Exportpotenzial gestärkt werden. Offizielle Initiativen wie "Made in China“ lassen erwarten, dass das Reich der Mitte seine bereits führende Stellung im Bereich der Hochtechnologie künftig rasant weiter vorantreiben wird.

Hochtechnologie als Exportware immer wichtiger

Selbst im Zuge der Coronapandemie 2020 hat sich der Handel mit Hightech-Gütern besser entwickelt als der gesamte Warenhandel. Gegenüber dem Vorjahr legten die weltweiten Exporte von Hochtechnologie 2020 um fast 1 Prozent auf rund 3,2 Billionen US-Dollar zu. Im gleichen Zeitraum sanken die globalen Ausfuhren hingegen um 7,8 Prozent. Das solide Ergebnis ist auf einen Nachfrageboom bei Kommunikations-, EDV- und Datenspeichertechnologien zurückzuführen, nicht zuletzt dank weltweit stärker genutztem mobilen Arbeiten und vermehrtem Homeoffice. Dieser Trend dürfte sich auch 2021 fortgesetzt haben.

Programmierte Talfahrt?

Die globale Bedeutung von Spitzentechnologie ist über die Jahre gestiegen. Entfielen 1990 gerade einmal 12,8 Prozent der weltweiten Exporte auf Hightech-Erzeugnisse, war es im Jahr 2020 mit 18,6 Prozent fast ein Fünftel. Dabei haben sich die Ausfuhren von Hochtechnologie besonders dynamisch entwickelt. – Nur nicht in Deutschland. Aber das darf nicht wundern, solange die Forschungsministerien in Bund und Ländern von Politikern geführt werden, die über keinerlei technologischen Hintergrund verfügen. Insofern steht zu befürchten, dass es in Sachen High-Tech, High-Tech-Export mit dem ressourcenarmen Deutschland weiter bergab gehen dürfte ... Aber darüber können wir auf dem DEUTSCHEB INNOVATIONSGIPFEL am 1.6.2022 in München intensiver diskutieren. Kleiner Vorgeschmack auf www.deutscher-innovationsgipfel.de:

https://www.youtube.com/watch?v=w0scOWseYkE

PREVIEW onlinePressekontakt
GTAI Germany Trade and Invest
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T.: 030 - 200 099 0
office[at]gtai.com



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Chinesischer Roboter-Hersteller auf dem DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL
Quelle: Deutscher Innovationsgipf
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