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So viel Geld wie nie zuvor

Kapitalflut für deutsche Start-ups

EY – Finanzierungsaktivitäten und Geldsummen für Start-ups explodieren. Nie zuvor floss so viel frisches Kapital in die Gründerszene wie im ersten Halbjahr 2021. Mit 7,6 Milliarden mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum, geht aus einer Analyse der international tätigen Beratungsgesellschaft EY hervor.

Deutsche Start-ups erhielten im ersten Halbjahr mehr frisches Kapital als je zuvor: Insgesamt 7,6 Milliarden Euro flossen an deutsche Jungunternehmen – das ist mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum und mehr als im gesamten Jahr 2020. Auch die Zahl der Finanzierungsrunden stieg sprunghaft: um 62 Prozent auf 588.

Besonders die Berliner Start-up-Szene war wieder einmal der größte Kapitalmagnet und konnte den Vorsprung gegenüber den anderen Bundesländern sogar noch weiter ausbauen: 241 Start-ups erhielten hier frisches Geld. Das Investitionsvolumen hat sich sogar von 1,2 auf 4,1 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Ebenfalls mehr als verdreifacht hat sich die Finanzierungssumme in Bayern: von 773 Millionen auf 2,5 Milliarden Euro – bei 120 Finanzierungsrunden (plus 43 Prozent). Hamburg landet – nach NRW – gleichauf mit Baden-Württemberg auf Platz vier. Die übrigen Bundesländer folgen mit großem Abstand, konnten aber zumeist ebenfalls deutlich gestiegene Finanzierungsvolumina vorweisen. So die Ergebnisse des Start-up-Barometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY.

„Im vergangenen Jahr hatte die Pandemie zu einem leichten Dämpfer beim Finanzierungsvolumen geführt“, sagt Thomas Prüver, Partner bei EY. „In diesem Jahr sehen wir ebenfalls einen Corona-Effekt. Allerdings in die umgekehrte Richtung: Die Finanzierungsaktivitäten und -summen explodieren geradezu. Im ersten Halbjahr haben so viele Startups frisches Kapital erhalten wie nie zuvor. Vor allem aber fließen inzwischen Summen in einzelne Jungunternehmen, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären.“

Neue Perspektiven für innovative Firmen

So kletterte die Zahl der Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von zwei auf fünfzehn. Die Zahl der mittelgroßen Finanzierungsrunden zwischen 50 und 100 Millionen Euro verdoppelte sich von acht auf 16. „Der Finanzierungsboom hat mehrere Gründe“, sagt Prüver. „Zum einen ist sehr viel Liquidität im Markt, die im aktuellen Niedrigzinsumfeld nach attraktiven Anlagemöglichkeiten sucht. Vor allem aber sieht der Markt inzwischen völlig neue Perspektiven für innovative Technologieunternehmen. Die Digitalisierung hat im Pandemiejahr einen riesigen Schritt nach vorn gemacht hat. Der Knoten ist geplatzt, und neue, disruptive Geschäftsmodelle werden jetzt mit ganz anderen Augen gesehen als vor der Pandemie.“

Berlin und Bayern weit vorn

87 Prozent des insgesamt in Deutschland investierten Kapitals flossen nach Berlin und Bayern, wo auch die ganz großen Deals stattfanden. Von den zwanzig größten Transaktionen im bisherigen Jahresverlauf entfielen zwölf auf Berlin, sechs auf Bayern. Hinzu kam jeweils eine Transaktion in Baden-Württemberg und Sachsen.

„Berlin und Bayern sind eindeutig die international sichtbarsten Start-up-Standorte Deutschlands. München hat es in den vergangenen Jahren geschafft, sich als zweitwichtigster Standort zu etablieren – dank spezifischer Stärken im Technologie-Bereich. Andere Regionen registrieren zwar ebenfalls Zuwachsraten, können aber gerade bei großen Deals nicht mithalten. Es spricht einiges dafür, dass dieser Trend vorerst anhält – trotz intensiver Bemühungen in vielen Regionen, an der eigenen Attraktivität für Start-ups und Investoren zu arbeiten“, kommentiert Thomas Prüver.

Die meisten Deals bei Software-Firmen

Die meisten Finanzierungsrunden wurden im ersten Halbjahr 2021 - wie schon im Vorjahr - im Bereich Software & Analytics gezählt: Ihre Zahl stieg von 112 auf 206. Das Investitionsvolumen hat sich sogar von 501 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Einen noch stärkeren Anstieg des Volumens verzeichnete – dank einiger sehr großer Transaktionen – der FinTech-Sektor: Hier stieg die Finanzierungssumme von 313 Millionen auf 2 Milliarden Euro. Die Zahl der Finanzierungsrunden erhöhte sich in diesem Segment von 26 auf 62.

Ebenfalls einen deutlichen Sprung machte der Bereich Mobility. Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg zwar nur von 28 auf 41. Das Investitionsvolumen schnellte aber von 434 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro hoch.

Eine rückläufige Zahl von Finanzierungsrunden wurde nur in einem Sektor registriert: Der Bereich Media & Entertainment schrumpfte von 17 auf 15 Finanzierungsrunden, verzeichnete beim Investitionsvolumen allerdings einen deutlichen Zuwachs – um 275 Prozent auf 132 Millionen Euro.

„Wir sehen fast in allen großen Start-up-Sektoren einen starken Aufwärtstrend – sowohl bei der Zahl der Deals als auch beim Finanzierungsvolumen. Die steigende Zahl an Mega-Transaktionen darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor der Großteil der Finanzspritzen auf sehr kleine Deals entfällt“, betont Prüver. Im laufenden Jahr beliefen sich 71 Prozent der Deals, bei denen Angaben zum Finanzierungsvolumen gemacht wurden, auf höchstens fünf Millionen Euro – im Vorjahr hatte der Anteil bei 77 Prozent gelegen. „Die meisten Finanzierungsrunden sind klein – damit kann man zumeist keine großen Sprünge machen. Die Mehrzahl der deutschen Start-ups muss also weiterhin mit relativ wenig Geld auskommen“, betont Prüver.

Die größte Transaktion in Deutschland war eine Finanzspritze von 830 Millionen Euro für Celonis, den in München ansässigen Anbieter von Process-Mining Software. Das Berliner FinTech Trade Republic erhielt 747 Millionen Euro, während wefox, ebenfalls ein FinTech aus Berlin, 539 Millionen Euro einsammelte.

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Peter Becker
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Rund 20 "handverlesene" Start-ups stellen auf dem DEUTSCHEN INNOVATIONSGIPFEL Geschääftsmodelle vor, die nahezu jedes Unternehmen anwenden könnte.
Quelle: Deutscher Innovationsgipf
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