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Wer ist Patent-Weltmeister?

Kein Innovationseinbruch durch Corona

EPA – Innovationen waren noch nie so wichtig wie heute. Vor allem nach der Überwindung der Pandemie. Corona, genauer gesagt, das Gesundheitswesen hat die Patentaktivitäten beim Europäischen Patentamt (EPA) maßgeblich bestimmt. Demnach war die Medizintechnik (+2,6 Prozent) das anmeldestärkste Technologiefeld. Einen sprunghaften Anstieg der Patentanmeldungen gegenüber 2019 verzeichnete der Bereich Life-Science; Arzneimittel (+10,2 Prozent) und Biotechnologie (+6,3 Prozent).

Keine Corona bedingten Einbrüche der Innovationsaktivitäten

Unter den aktivsten patenteinreichenden Ländern lagen nur die USA mit 44.293 Anmeldungen vor Deutschland mit knapp 26.000 Patentanmeldungen. Es folgten Japan (21.841), China (13.432) und Frankreich (10.554). Bei den deutschen Unternehmen kam der stärkste Zuwachs ebenfalls aus der Biotechnologie (+9,4 Prozent) und den Arzneimitteln (+6,2 Prozent). 1200 Patente (- 5,3 Prozent) reichten deutsche Firmen im Bereich Medizintechnik ein. Nur die USA reichte mehr Patente ein.

Trotz der Corona-Pandemie erreichte im vergangenen Jahr die Zahl der europäischen Patentanmeldungen nahezu das Niveau des Vorjahres. So sind beim EPA insgesamt 180 250 Patentanmeldungen eingereicht worden. Damit lag die Zahl der Anmeldungen nur geringfügig niedriger, als die Rekordmarke von 2019. Sie lag bei 181 532.

„Selbst wenn wir die Entwicklungstrends in der Anmeldetätigkeit der kommenden Monate oder Jahre nicht zuverlässig vorhersagen können, so ist unbestritten, dass der Weg zu einer gesünderen Welt und stärkeren, nachhaltigeren Volkswirtschaften über Innovation, Forschung und Wissenschaft führt“, so EPA Präsident António Campinos.

Digitale Technologien bleiben stark

Die Wachstumstreiber des Vorjahres - Digitale Kommunikation und Computertechnik (einschließlich KI) - wiesen erneut starke Patentaktivitäten auf und lagen auf dem zweiten bzw. dritten Platz, mit einem Wachstum von 1,0 und 1,9 Prozent im Vergleich zu 2019. Hingegen sank im Transport-Segment die Zahl der eingereichten Patentanmeldungen am deutlichsten (-5,5 Prozent), insbesondere in den Teilbereichen Luft- und Raumfahrt (-24,7 Prozent) sowie in einem geringeren Umfang in der Automobiltechnik (-1,6 Prozent).

China und Südkorea mit rasantem Wachstum

Die fünf aktivsten Ursprungsländer von Patentanmeldungen waren 2020 – wie auch in den Jahren zuvor – die USA, Japan, China und Frankreich. Bei den Wachstumsraten zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede: Wie 2019 kamen die größten Zuwächse von chinesischen (+9,9 Prozent) und südkoreanischen Anmeldern (+9,2 Prozent).

Die USA, auf die rund ein Viertel aller beim EPA eingereichten Patente entfallen, im Berichtsjahr einen Anmelderückgang von 4,1 Prozent. Insbesondere die Technologiefelder Transport, Elektrische Maschinen, Geräte und Energie sowie Organische Feinchemie zeigten deutliche Einbußen. Patentanmeldungen von japanischen Unternehmen und Erfindern sanken im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent, mit den stärksten Rückgängen in den Bereichen Transport und Optik.

Weniger deutsche Anmeldungen

Unternehmen und Erfinder aus den 38 EPO-Mitgliedsstaaten reichten im vergangenen Jahr mehr als 81 000 europäische Patentanmeldungen ein. Dies entsprach einem Minus von 1,3 Prozent (2019: 82 554). Dabei büßten die Felder Messtechnik (zu dem auch Sensortechnologie gehört; -10,4 Prozent), Organische Feinchemie (-3,6 Prozent) und Elektrische Maschinen, Geräte und Energie (-2,8 Prozent) ein. Bei Arzneimitteln (+15) und Biotechnologie (+4,5) erzielten die europäischen Anmelder jedoch ein bedeutendes Wachstum gegenüber dem Vorjahr.


Auch auf Länderebene zeigten sich deutliche Unterschiede bei den Anmeldezahlen. Während Patentanmeldungen aus Deutschland, Europas größtem Anmeldeland, um 3,0 Prozent gegenüber 2019 zurückgingen, reichten französische und italienische Firmen 3,1 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent mehr Anmeldungen ein.

Unter den zehn führenden europäischen Anmeldeländern wurde für die Niederlande der größte Rückgang registriert (-8,2 Prozent), gefolgt von Großbritannien (-6,8 Prozent). Patentanmeldungen aus Schweden und Dänemark bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres, während Finnland dank eines starken Anstiegs der Erfindungen im Bereich Digitale Technologien eine Zunahme von 11,1 Prozent verzeichnete.

Fünf europäische Unternehmen unter den Top 10

Auch das Unternehmensranking der führenden Anmelder spiegelt das anhaltende Wachstum der Patentanmeldungen aus China und Südkorea wider. Samsung stand mit 3 276 Anmeldungen an der Spitze. Gefolgt vom Vorjahres-Erstplatzierten Huawei (3 113) und LG auf dem dritten Rang (2 909). Unter den Top 10 befinden sich fünf Unternehmen aus Europa (so viele wie seit 2014 nicht mehr), zwei aus Südkorea und jeweils ein Unternehmen aus China, Japan und den USA.

PREVIEW onlinePressekontakt
Europäisches Patentamt:
Luis Berenguer Giménez
Leiter Unternehmenskommunikation
T.: 089 - 2399 1801
M.: 0163 – 83 99 527
press@epo.org



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