Artikel-Filter
HMI
IFA

Elektronik im Automobilbau: „GENIAL!“

Roadmap für höhere Innovationsgeschwindigkeit

Uni Ulm - Die Entwicklung von Fahrzeugen ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Besonders groß sind die Herausforderungen in der Elektromobilität sowie beim autonomen Fahren. Um das Zusammenspiel von Automobilherstellern mit ihren Komponenten- und Technologielieferanten zu optimieren und damit die Innovationsgeschwindigkeit in der automobilen Wertschöpfungskette zu erhöhen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein von der Audi AG koordiniertes Verbundprojekt namens "GENIAL!".


Das Akronym steht für "Gemeinsame Elektronik-Roadmap für Innovationen der automobilen Wertschöpfungskette". Das Ziel: die zukünftige Entwicklung mikroelektronischer Automotive-Komponenten effizienter zu machen. Zu den elf Partnern des 19,6 Millionen Euro schweren Projektes gehört auch die Universität Ulm, die über eine Million Euro für ihr Teilprojekt erhält.

Die im Projekt zu erarbeitende Elektronik Roadmap soll mit klar definierten Anforderungen und Aufgaben dafür Gewähr tragen, dass die Zusammenarbeit von Automobilherstellern mit ihren Technologiepartnern und -lieferanten über die gesamte Wertschöpfungskette signifikant verbessert wird. „Innovative und hochqualitative Fahrzeugkomponenten können auf der Basis neuester Fertigungstechnologien wesentlich früher und passgenauer als bisher marktreif hergestellt werden. Diese Roadmaps sollen dabei helfen, Innovationszyklen zu beschleunigen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten“, sagt Berthold Hellenthal, Projektleiter bei der Audi AG Ingolstadt.

Die Roadmap soll Anforderungen und Planungsschritte auf einen Nenner bringen

Einen Beitrag hierzu leisten auch Wissenschaftler der Universität Ulm aus dem Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen. „Das Grundproblem besteht darin, dass es für die Planungsphase keinen einheitlichen und strukturierten Prozess gibt, in dem Daten formal und konsistent ausgetauscht werden. Dies führt wiederum zu Zeitverzögerungen und Planungsunsicherheiten, die die Wertschöpfungskette belasten“, erläutert Institutsleiter Professor Matthias Tichy. Die Elektronik-Roadmap soll dabei Abhilfe leisten. Die Kunst besteht darin, Anforderungen und Planungsschritte möglichst genau zu erfassen und klar zu kommunizieren. „Dies klingt einfacher, als es in Praxis ist. Denn häufig kommt es aufgrund abweichender Terminologien zu Definitions- und Verständigungsschwierigkeiten“, erklärt Alexander Breckel. Der Doktorand forscht am Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen an innovativen Entwicklungswerkzeugen. Im Mittelpunkt des Ulmer Teilprojektes steht deshalb unter anderem die Entwicklung von Modellen, in denen die relevanten Begriffe und quantitativen Zusammenhänge präzise erfasst sind. Diese sind eingebettet in ein System, das in der Lage ist, Änderungen in Anforderungen, Systemmodellen sowie Eigenschaften zu erkennen und im weiteren Prozessablauf zu berücksichtigen. Damit soll auch bei einer dezentralen Arbeitsweise sichergestellt werden, dass der Gesamtzustand einheitlich und konsistent bleibt.

Eingebunden in die Modellentwicklung ist eine Vielzahl von Zulieferern

Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus den besonderen Gegebenheiten in der Automobil-Branche. Eingebunden in die Produkt- und Modellentwicklung sind neben dem Automobilhersteller eine Vielzahl von Zulieferern, die in bestimmten Segmenten miteinander kooperieren, auf anderen Feldern aber als Wettbewerber gegeneinander konkurrieren. „Das heißt für die zukünftige Praxis, dass wettbewerbsrelevante Informationen zwar in die Planung einfließen können, aber nicht ungewollt anderen Projektpartnern preisgegeben werden“, so Uni-Doktorand Breckel.

Das Volumen des Projektes beträgt insgesamt 19,6 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung trägt davon 55 Prozent. Zu den 10 weiteren Projektpartnern des Verbundprojektes gehören Automobilzulieferer, Halbleiterhersteller, Unternehmen aus dem Bereich Prozess- und Managementberatung im IT- und Mechatronik-Bereich sowie Forschungsdienstleiter und Universitätsinstitute. Partner im GENIAL!-Projekt sind die Firmen Audi AG, Hella GmbH & Co. KGaA, Infineon Technologies AG, Robert Bosch GmbH, Prozesswerk GmbH, UNITY AG edacentrum GmbH, Electronic Design Automation (EDA) sowie die Technische Universität Kaiserslautern, die Universität Ulm, die Eberhard Karls Universität Tübingen und OFFIS e.V.

PREVIEW onlinePressekontakt
Uni Ulm
Andrea Weber-Tuckermann
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtzstraße 16
89081 Ulm
Tel: 0731 50-22121
Fax: 0731 50-1222020
eMail: pressestelle(at)uni-ulm.de



Download

Prof. Matthias Tichy
Quelle: E. Eberhardt / Uni Ulm
ANZEIGE
ANZEIGE


Made in EU: Telekom bringt Smart Speaker

Auf Knopfdruck hört er auch nichts mit
DTAG - Auf Zuruf Licht, Heizung oder Fernseher steuern. Der neue Smart Speaker, den die Deutsche Telekom (DTAG) auf der IFA vorstellt, macht es möglich. Ab heute bis zum 31. Oktober ist er sogar zum ...



KI: Freund - nicht Feind

Akzeptanz bei Mitarbeiter größer als erwartet
Genesys - Die überwältigende Mehrheit der deutschen Mitarbeiter sieht neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) positiv. Nur 20 Prozent fühlen sich durch die Einführung am Arbeitsplatz bedroht. Zu ...



5G-Ausbau

Ampeln werden zu Basisstationen
- PREVIEW online - Während der Streit in Sachen 5G-Frequenz-Auktion eskaliert, bringt Bundesverkehrsminister Scheuer bundeseigene Liegenschaften als Antennen-Standorte für den Aufbau von Basisstationen ins ...



Ausgezeichneter Sensor: Strom berührungslos messen

Freiburger Mikrosystemtechniker erhält FAIM-Förderpreis
Uni Freiburg - Lukas Klar gewinnt für sein im Rahmen einer Masterarbeit mit dem Titel „Entwicklung eines berührungslosen Strommessgerätes mit integrierter Lageerkennung“ neu entwickeltes Messverfahren den ...



Delivery Hero zu höchstem Bußgeld verurteilt

Diverse Verstöße gegen Datenschutzgesetz
Berliner Datenschutzbeauftragte - Bußgelder in Höhe von insgesamt 195.407 Euro (inkl. Gebühren) hat die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit gegen die Delivery Hero Germany GmbH ...



US-Justiz gegen Google und Facebook

Datenkraken im Visier der Staatsanwaltschaften
PREVIEW online - Nach der EU - sie verhängte 2018 im Kartellverfahren um das eigene Betriebssystem Android eine Rekordbuße in Höhe von 4,3 Milliarden Euro - wollen nun auch Generalstaatsanwälte mehrerer US-Bundesstaaten ...



Magenta goes green

we care: Nachhaltiger Smartphone-Kreislauf
PREVIEW online - Die Deutsche Telekom nimmt ihre Verantwortung für eine nachhaltigere Zukunft ernst, und das nicht erst seit gestern. Um die Transparenz weiter zu erhöhen, führt das Unternehmen mit „we care“ ein ...



Telekom startet neues Mobilfunk-Zeitalter

5G kostenfrei bei allen Tarifen dabei
PREVIEW online - Mit 5G-Geschwindigkeit in die digitale Zukunft: Das ist das erklärte Ziel der Deutschen Telekom. Bei der Einführung der neuen Mobilfunk-Technologie macht das Unternehmen Tempo. Den Start ins neue ...



Das Beste aus alter und neuer Handy-Welt

F(x)tec zeigt Handy mit versteckter QWERTY-Tastatur
F(x)tec – Das Londoner Start-up F(x)tec, das sich auf hochwertige Nischengeräte spezialisiert, zeigt auf der IFA sein erstes Produkt: das Pro1 - ein neues, hochwertiges Android-Smartphone mit einer ...



ANZEIGE
Presse-Mitteilungen   RSS-Feed
ANZEIGE
About
PREVIEW online ist ein multimediales News-Portal für technisch Interessierte.
Ohne langes Suchen und Site-hopping finden Sie hier gewünschte Informationen. Mit einem Blick sehen Sie auf PREVIEW online sofort, welche Medien zu den jeweiligen Themen vorhanden sind. Eine optimale Kombination aus Kategorien, Schlagwort- und Volltextsuche erleichtert Ihnen das Finden gewünschter Informationen erheblich. Wenn Sie Wichtiges über Themen, Unternehmen, News, die Sie interessieren, nicht verpassen möchten, abonnieren Sie sich unseren NEWS-Allert.
Alle Infos sind nur 1 Klick entfernt - das ist PREVIEW online.
IMPRESSUM / DATENSCHUTZ