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Mehr Bandbreite - Schnelle Verbindungen

Glasfaserausbau mit KI

DTAG - Die Telekom geht beim Glasfaser-Ausbau neue Wege: Als erster Netz-Betreiber in Europa setzt sie in einem Pilotprojekt auf Künstliche Intelligenz (KI) in der Planung. Dank schnellerer und optimierter Planung der Strecken kann mehr Ausbau in kürzerer Zeit stattfinden.

„Der kürzeste Weg zum Kunden ist nicht immer der wirtschaftlichste. Mit Künstlicher Intelligenz in der Planung können wir den Glasfaser-Ausbau beschleunigen“, sagt Walter Goldenits, Technik-Chef der Telekom in Deutschland. „So können wir unseren Kunden schneller und vor allem effizienter Breitband-Anschlüsse zur Verfügung stellen.“ Oft ist es wirtschaftlicher, einige Meter zusätzliches Kabel zu verlegen. Dies wertet die neue Software-basierte Technologie mithilfe von digital gesammelten Umgebungsdaten aus. Wo müssten Kopfsteinpflaster aufwändig aufgegraben und wieder verlegt werden? Wo besteht das Risiko, eine Baumwurzel zu beschädigen?

Pilotphase mit Messfahrzeug in Bornheim

Für das FTTH (Fibre-to-the-home)-Projekt der Telekom war im Sommer ein mit 360°-Kameras und Laser-Scanner ausgestattetes Messfahrzeug in Bornheim (Nähe Bonn) unterwegs. Das Auto sammelte mit GPS-Technologie ausführliche Umgebungsdaten. Je nach Gebiet kann es pro Tag 50 bis 80 Kilometer befahren. Das Ergebnis sind circa 5 GB Oberflächendaten pro Kilometer.

Von der vorhandenen Struktur hängen Aufwand und damit auch Kosten der Verlegung ab. Zunächst öffnen Tiefbauer den Boden und verlegen Lehrrohre und Glasfaserkabel. Anschließend müssen sie die Oberfläche wieder so herstellen, wie sie vorher war. Bei großen Pflastersteinen dauert es entsprechend länger als bei Feldwegen.

Fraunhofer IPM unterstützt automatisierte Datenauswertung

„Die riesigen Datenmengen sind Segen und Fluch zugleich“, sagt Prof. Dr. Alexander Reiterer, der das Projekt am Fraunhofer IPM leitet. „Wir brauchen so viele Details wie möglich. Gleichzeitig ist das Ganze nur effizient, wenn nicht Menschen mühsam die Daten nach den gesuchten Informationen durchforsten müssen. Für einen effizienten Planungsprozess ist es notwendig, die Auswertung dieser enormen Datenmengen zu automatisieren.“ Fraunhofer IPM hat dazu eine Software entwickelt, die relevante Objekte in den Messdaten automatisiert erkennt, lokalisiert und klassifiziert.

Das dabei eingesetzte neuronale Netz erkennt durch Deep Learning Algorithmen in insgesamt circa 30 verschiedene Kategorien. Darunter Bäume, Laternen, Asphalt oder Kopfsteinpflaster. Auch bis ins kleinste Detail: Sind größere Gehwegplatten oder kleines Natursteinpflaster verbaut? Handelt es sich um einen Laub- oder einen Nadelbaum? Auch die Wurzelstruktur hat entscheidenden Einfluss auf die Wahl der Tiefbaumethode.

Nach der Datenerfassung erfolgt die Anonymisierung von Fahrzeugen und Personen, auch dafür ist eine KI verantwortlich, die entsprechend trainiert wurde. In weiteren Schritten erfolgt dann die automatisierte Aufbereitungsphase. Nach einem Abgleich mit der bereits vorhandenen Infrastruktur steht die optimale Verlegungsroute. Ein Telekom-Planer prüft diese abschließend und gibt sie frei.

Telekom Netzetag 2018

Sie können das Messfahrzeug und die zugehörige Technologie auf dem Telekom Netzetag am 11. Oktober 2018 in Berlin besichtigen. Wo steht Deutschland beim Netzausbau? Wie geht es weiter? Was ist mit 5G? Darüber möchten wir mit Ihnen bei unserem Netzetag sprechen. Rede und Antwort stehen Ihnen: Tim Höttges, CEO Deutsche Telekom, Claudia Nemat, Vorstand Technologie und Innovation, sowie Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland.

Anmeldungen unter:

presse-event@telekom.de

PREVIEW onlinePressekontakt
Deutsche Telekom AG
Corporate Communications
T. 028 181 – 49494
media@telekom.de



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KI-unterstützt die wirtschaftlichsten und schnellsten Verlegerouten für Glasfaserkabel finden.
Quelle: DTAG
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