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Vielen Kunden noch zu teuer

Deloitte-Studie deckt Bremsen beim Smart Home auf

PREVIEW online - Seit Jahren geistert das vernetzte Haus - das Smart Home - durch die Medien. Und immer steht es kurz vor dem Durchbruch. Doch ganz soweit ist es noch nicht. Derzeit nutzen erst 16 Prozent der Konsumenten in Deutschland eine Smart Home-Lösung. “Smart Home ist noch kein Must Have-Produkt wie das Smartphone“, verriet Klaus Esser, Volkswirt und Autor von dem weltweit tätigen Beratungsunternehmen Deloitte. Dem Experten zufolge bremsen derzeit noch einige Faktoren eine schnelle Verbreitung des Smart Home. Dazu gehören: mangelnder Datenschutz und zu hohe Preise. Klaus Esser zitierte auf der gut besuchten DIGITAL LIFESTYLE PREVIEW in Hamburg exklusiv Ergebnisse aus einer gemeinsamen Studie von Deloitte und des Digitalverbands Bitkom, die erst zur IFA erscheint.

Für die Studie „Smart Home Consumer Survey 2018“ befragte Deloitte im Rahmen einer repräsentativen Online-Erhebung mit dem Digitalverband Bitkom über 2.000 Deutsche im Alter zwischen 19 und 75 Jahren. Laut Experte Klaus Esser zeigen die Ergebnisse der Studie: Das Interesse am Thema ist groß und potenzielle Kunden versprechen sich von Smart Home mehr Komfort und Sicherheit zuhause. Doch hohe Kosten, Datenschutz-Bedenken und Zweifel an der technischen Reife der Produkte bremsen die Kaufbereitschaft.

16 Prozent der Konsumenten in Deutschland nutzen derzeit im altersübergreifenden Durchschnitt Smart Home-Lösungen – das entspricht einem deutlichen Anstieg im Vergleich zur Smart Home Studie, die Deloitte im Jahr 2015 durchgeführt hat. Im Detail zeigt sich, dass die intelligente Haussteuerung im Segment der Nutzer zwischen 25 und 34 Jahren derzeit die höchste Verbreitung findet. Ein auffälliges Ergebnis der aktuellen Studie ist zudem, dass Smart Home-Produkte deutlich häufiger von Hausbesitzern (22 Prozent), Wohnungseigentümern und Mietern von Häusern (jeweils 19 Prozent) genutzt werden als von Wohnungsmietern – hier liegt die Quote lediglich bei 12 Prozent.

Denn auch wenn die Kosten für Smart Home-Geräte zuletzt deutlich gesunken sind, spielen die Einkommensverhältnisse für die Nutzung nach wie vor eine erhebliche Rolle: Mit steigendem Verdienst steigt auch der Anteil der Smart Home-Nutzer. So liegt dieser in der Einkommensklasse mit einem monatlichen Netto-Haushaltseinkommen zwischen 4.001 und 5.000 Euro bei 27 Prozent und damit deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Wie die Studie zeigt, ist Smart Home in höheren Einkommensklassen über dreimal häufiger verbreitet als am anderen Ende der Gehaltsskala.

Als Hauptgründe für ihr Interesse an Smart Home-Produkten nennen die Befragten vor allem den Zugewinn an Komfort und Sicherheit (56 und 49 Prozent der Antworten). Auch die Erwartung, dass intelligent vernetzte Smart Home-Systeme die Strom- und Heizkosten senken, ist für 38 Prozent der Teilnehmer an der Studie ein wichtiges Kriterium. Doch nicht nur finanzielle, sondern auch ökologische Aspekte zählen: Für immerhin 20 Prozent sind die daraus resultierenden positiven Effekte für eine geringere Belastung der Umwelt ein guter Grund, ins Smart Home einzusteigen. Die Mehrzahl der bisherigen Nutzer ist der Studie zufolge von ihren Smart Home-Lösungen überwiegend überzeugt und 87 Prozent verwenden diese mehr oder weniger regelmäßig. Besonders groß ist die Zustimmung in der Altersgruppe zwischen 25 und 45 Jahren.

Warum fällt die Verbreitung von Smart Home-Technik dann nicht höher aus? An erster Stelle sind die Kosten (38 Prozent) der Grund dafür. Gegenüber der letzten Erhebung aus dem Jahr 2015, als noch 44 Prozent diesen Punkt nannten, ist aber ein Rückgang festzustellen – auch dank der gesunkenen Preise der Smart Home-Hardware. Als zweitwichtigsten Grund nannten die Befragten Bedenken bezüglich des Datenschutzes. Gegenüber der Studie von 2015 entspricht das einem Anstieg um 4 Prozentpunkte. Aber auch in anderen Bereichen sehen zahlreiche Konsumenten Smart Home derzeit noch kritisch: 22 Prozent der Befragten bezweifeln, dass die Technik ausgereift ist und jeweils 21 Prozent empfinden die Inbetriebnahme als zu kompliziert oder erkennen keinen Mehrwert, der die Nutzung rechtfertigen würde.

Dass deutschen Konsumenten der Schutz ihrer Daten besonders am Herzen liegt, bestätigt sich auch in der aktuellen Smart Home Studie. Denn obwohl das Teilen von Nutzungsdaten eine unabdingbare Voraussetzung für intelligente Smart Home Funktionalitäten darstellt, sind nur 14 Prozent der Befragten dazu grundsätzlich bereit – und 40 Prozent lehnen es sogar ab, Nutzungsdaten zu teilen. Besonders kritisch sind hier vor allem die älteren Befragten über 65 eingestellt. Allerdings ist die Bereitschaft zum Teilen von Smart Home-Nutzungsdaten gegenüber 2015 leicht gestiegen, besonders was das Teilen der Daten mit einzelnen, ausgewählten Smart Home-Anbietern anbelangt. Besonders in den mittleren Alterssegmenten sind Konsumenten aufgeschlossener: So würde über ein Viertel der 25- bis 34-Jährigen diese Daten vorbehaltlos einem Smart Home-Anbieter überlassen.

Auffällig ist: Auf die Frage, welchen Smart Home-Anbietern die Nutzer am ehesten einen vertrauenswürdigen Umgang mit ihren Daten zutrauen, schneiden Telekommunikationsunternehmen am besten ab, gefolgt von Consumer Electronics-Herstellern. Misstrauen herrscht hingegen, was die Internet-Giganten mit den Daten anstellen: Google, Amazon & Co. vertrauen hier nur 3 Prozent der Befragten. Das ist insofern bemerkenswert, weil vernetzte Lautsprecher wie Amazon Echo oder die Google-Home-Modelle derzeit die mit am häufigsten genutzte Smart Home-Hardware darstellen. Ihre Verbreitung wird aktuell nur von smarten Schaltern und Steckdosen übertroffen.

Experte Klaus Esser zitierte erste Ergebnisse einer gemeinsamen Studie von Deloitte mit dem Digitalverband Bitkom.


www2.deloitte.com/de

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Ralf Esser, Manager Technology, Media & Telecommunications bei Deloitte, stellt die neuesten Studienergebnisse zum Smart Home-Markt auf der DIGITAL LIFESTYLE PREVIEW vor.
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