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Next Economy Award vergeben

IoT mit Solarfolie statt Einwegbatterien überzeugt

PREVIEW online - Jetzt gehört es schon zur Tradition, dass am Vorabend der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises die Next Economy Awards vergeben werden. Bereits zum dritten Mal wurden Start-Ups, die auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit setzen, mit dem NEA ausgezeichnet. Der NEA will „grünen Gründern“ und Sozialunternehmern Rückenwind verschaffen und Start-Ups fördern, die den Wandel zur „nächsten“, nachhaltigeren Wirtschaft mitgestalten wollen.

Vergeben wird nationale Spitzenauszeichnung für nachhaltige Start-Ups von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Am diesjährigen Wettbewerb nahmen über 150 Gründungen teil. In jeder der vier Kategorien Change, People, Technology und Digitality kamen drei junge Unternehmen ins Finale am 7. Dezember. In einem Live-Pitch präsentierten sie der Jury ihre Geschäftsmodelle. Bei der großen Gala am Abend wurden die Ideen der Öffentlichkeit in kurzen Videos präsentiert und dann die Sieger geehrt.

Die Kategorie Change

In der Kategorie Change waren die Goldeimer gGmbH, die Über den Tellerrand kochen GmbH und die wijld GmbH nominiert. Die die wijld GmbH überzeugte die Jury mit ihrer Idee, T-Shirts aus Holz zu fertigen. Dabei handelt es sich nicht um ein hölzernes Gegenstück zur starren metallenen Ritterrüstung, sondern um stylische, geschmeidig weiche Textilien, die vollständig in der EU gefertigt werden. Als Rohstoff werden ausschließlich Hölzer aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft eingesetzt. Die WoodShirts werden bereits über online-Handel und ausgesuchte stationäre Einzelhändler vertreiben.

Die Kategorie People

In der Kategorie People war neben der gemeinnützigen CLIMB GmbH und der LambdaQoppa Enterprise GmbH der EinDollarBrille e.V. nominiert. Mit dem NEA ausgezeichnet wurde die Komplettlösung zur augenoptischen Grundversorgung bedürftiger Menschen in Entwicklungsländern. Das Konzept der EinDollarBrille zielt auf eine kontinuierliche und sich finanziell selbsttragende augenoptische Grundversorgung. Der Verein ist derzeit in acht afrikanischen und südamerikanischen Staaten aktiv. Bis Ende 2016 konnten bereits über 50.000 Brillen verkauft und rund einhundert lokale Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Kategorie Digitality

In der Kategorie Digitality standen CleverShuttle, das Deutsches Institut für Telemedizin und Gesundheitsförderung (DITG) GmbH und die Lumenaza GmbH im Finale.

Das 2014 gegründete Berliner Start-up CleverShuttle, an dem die Deutsche Bahn seit 2015 beteiligt ist, startete Anfang des Jahres 2016 seinen RideSharing-Fahrdienst. Als erstes deutsches Unternehmen verfügt es über eine behördliche Genehmigung für geteilte Fahraufträge. Mittlerweile ist CleverShuttle in Berlin, Hamburg, Leipzig und München aktiv. Der Dienst kombiniert den individuellen Chauffeurservice mit einem Fahrgemeinschafts-Prinzip und befördert Fahrgäste auf ähnlichen Routen gemeinsam in einem Fahrzeug. Die Fahrzeugflotte besteht aus umweltschonenden Fahrzeugen, die Fahrer sind professionell ausgebildet und fest angestellt. Der Fahrdienst ist per Smartphone-App buchbar, ein Algorithmus erkennt ähnliche Routen und bündelt diese zu einer Fahrt. Die Nutzer profitieren dadurch von sehr günstigen Fahrpreisen, die Umwelt von weniger Fahrten.

Lumenaza ist ein Softwareanbieter für die neue, dezentrale Energiewelt. Die Software kann praktisch alle Funktionen, die im Energiemarkt benötigt werden, modular als "utility-in-a-box" anbieten. Das Unternehmen ist in der Lage, erneuerbare Kraftwerke zu steuern, Strom von großen und kleinen Erzeugungsanlagen einzubeziehen sowie in Echtzeit Energiemanagement-Daten für alle Marktteilnehmer zugänglich zu machen. Der grüne Strom kann direkt an den Endkunden weiterverkauft werden.

Das Deutsche Institut für Telemedizin und Gesundheitsförderung (DITG) hat eine innovative Lösung entwickelt, die die umfassende telemedizinische Versorgung von Menschen mit chronischer Erkrankung ermöglicht. Das Paket beinhaltet unter anderem Geräte zur Messung der Vitalparameter und ein Online-Portal, zur Vernetzung aller Akteure. Damit konnte das DITG die Jury überzeugen und den NEA gewinnen.

Die Kategorie Technology

In der Kategorie Technology konkurrierten die Enerthing GmbH, die Solarfolie als Ersatz für Einwegbatterien zum Durchbruch verhelfen will, mit der INERATEC GmbH, die eine Reaktortechnologie zur dezentralen Verwertung von Gasen vermarktet, und der Keyou GmbH, die Nutzfahrzeugmotoren von Diesel auf Wasserstoff umrüsten will. Alle drei Unternehmen sind mit der deutschen Technologie-Szene vertraut. Die Keyou-Gründer haben früher für BMW gearbeitet, INERATEC ist eine Ausgründung aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Dr. Michael Niggemann, der Gründer und Geschäftsführer von Enerthing, hat am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE gearbeitet. Bei einer Finanzierungsrunde Anfang des Jahres zählten zu den Investoren der Enerthing GmbH neben der Fraunhofer-Gesellschaft und der NRW Bank drei industrieerfahrene Business Angels. Dr Niggemann und sein Team konnten nicht nur Investoren überzeugen, auch die Juroren des NEA sehen die ökologischen und ökonomischen Chancen für Enerthing und zeichneten das Unternehmen nun mit dem NEA aus.

Die Perspektiven für die Solarfolie von Enerthing sind riesig. Über das Internet der Dinge (IoT) werden bald Milliarden elektronischen Baugruppen, Sensoren und Kleingeräte miteinander verknüpft. Dazu benötigen sie Energie. Wenn nicht aus anderen Gründen eine Verkabelung notwendig ist, wird derzeit für viele dieser Geräte auf Einwegbatterien zurückgegriffen. Die Solarfolie von Enerthing kann einen Großteil dieser IoT Kleingeräte von Batterien oder Kabeln befreien. Installations- und Wartungskosten lassen sich so erheblich reduzieren und zudem wird die Umwelt entlastet. Die Folie wandelt, wie andere Solarzellen auch, Licht in Strom um. Das Besondere: sie basiert auf organischen Halbleitern, ist also eine Art Gegenstück zur OLED, die Strom in Licht umsetzt. Wie eine OLED lässt sich auch Enerthings Solarfolie durch ihre Formbarkeit leicht in Oberflächen von Gehäusen und Gegenständen integrieren. Eine geringe Helligkeit reicht zur Stromgewinnung aus. „Unsere Solarfolie sammelt selbst in Innenräumen bei Kunstlicht und draußen im Schatten ausreichend Energie, um intelligente Elektronik mit Strom zu versorgen. Insbesondere für Geräte wie Sensoren, Sender und Displays, die in großen Stückzahlen und zum Teil schwer zugänglich in Gebäuden und öffentlichen Räumen verteilt sind, bringt der batteriefreie Betrieb große Vorteile“, betont Dr. Michael Niggemann.


www.nexteconomyaward.de

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Am 7. Dezember 2017 wurde der dritte Next Economy Award in Düsseldorf vergeben. In vier Kategorien wurden Start-Ups, die auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit setzen, ausgezeichnet. Der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard und der Hamburger Musiker Jan Delay erhielten Ehrenpreise.
Quelle: NEA /Foto Dariusz Misztal
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Am 7. Dezember 2017 wurde der dritte Next Economy Award in Düsseldorf vergeben. In der Kategorie Technology konnte sich die Enerthing GmbH gegen die INERATEC GmbH und die Keyou GmbH durchsetzen.
Quelle: NEA /Foto Dariusz Misztal
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Bereits zum dritten Mal wurden Start-Ups, die auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit setzen, mit dem NEA ausgezeichnet.
Quelle: NEA
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