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Wearables revolutionieren Gesundheitswesen

PREVIEW online - Wearables erobern die Herzen der Anwender: Allein 2016 fanden rund 250 Millionen tragbare Produkte den Weg zum Verbraucher – in vier Jahren soll sich diese Zahl noch einmal verdoppeln. Der durchschlagende Erfolg von smarten „Gadgets“ hat eine andere, nicht weniger wichtige Entwicklung überstrahlt: Wearables werden seit vielen Jahren in etlichen medizinischen Bereichen immer wichtiger. Sie sind unverzichtbar für die digitale Revolution, die auch die Medizin erfasst hat. „Wearables sind einer der wesentlichen Enabler für die Digitalisierung im Gesundheitswesen“, konstatiert Christian Stammel, Gründer und CEO der WT Wearable Technologies Group auf der PREVIEW anlässlich der MEDICA.
Auf der weltgrößten Medizinmesse in Düsseldorf (13. – 16.11.2017) können sich die Fachbesucher selbst von der Leistungsfähigkeit der klugen Devices überzeugen.


Wearables revolutionieren die klassische Medizin – MEDICA 2017 thematisiert aktuelle Trends und zeigt konkrete Anwendungen

Zum Hotspot für alle Wearables-Interessierten wird das MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM in Halle 15, das den Wearables eigene Sessions widmet und zwar am Montag, 13. November, 11 bis 14 Uhr, und Dienstag, 14. November, 14 bis 17 Uhr. Einen Überblick über spannende Neuentwicklungen gibt zudem die Wearable Technologies Show (ebenfalls in Halle 15). Neben marktreifen Produkten werden hier auch Prototypen und Forschungsprojekte präsentiert.

Im medizinischen Umfeld sind Wearables laut Christian Stammel von der WT Wearable Technologies Group weit mehr als am Handgelenk getragene Fitnesstracker. Eine Vielzahl von Applikationen sei dem Experten zufolge seit Jahrzehnten sehr erfolgreich – wenn auch nicht unbedingt unter diesem Oberbegriff: „Nach unserer Definition ist jede elektronische Komponente, die am Körper, in Körpernähe oder im Körper getragen wird, ein Wearable-Produkt“, erläutert Christian Stammel. Demnach gehören auch Herzschrittmacher und Hörgeräte sowie smarte Implantate zu den Wearables.

In allen Phasen der medizinischen Versorgung von der Prävention über die stationäre und ambulante Behandlung bis hin zur Rehabilitation beeinflussen Wearables bereits heute neue Behandlungsmethoden und eröffnen neue Behandlungswege in der Diagnose, dem Monitoring und der Medikation. Die Palette reicht vom intelligenten Pflaster zum Messen des Blutzuckerspiegels wie es Abbott bereits umsetzt, über Patches die Medikamente in der individuell benötigten Menge verabreichen bis hin zu intelligenten Pillen, die die korrekte Medikation überwachen können. So können Ärzte mit einem Sensor in Tablettenform von Proteus Medical verfolgen, wann Patienten ihre Arzneimittel nehmen. Die Therapietreue ist ein entscheidender Faktor, soll eine medikamentöse Therapie erfolgreich sein. Das Insulin-Managementsystem `mylife OmniPod´ ist beispielsweise eine neue Art der Insulinpumpentherapie. Der dazu gehörige Pod wird direkt auf die Haut geklebt – ohne störende Schläuche zwischen dem Pod und dem `Personal Diabetes Manager´. Dadurch erhalten Pumpenträger mehr Freiheit im Alltag.

Die Vielfalt zeigt: Wearables sind im Alltag angekommen

Stammel berichtet, dass es für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Asthma Wearables gibt, die dem Patienten das Leben stark erleichtern und den Arzt mit viel mehr Information über den Zustand des Patienten versorgen. Am Dienstag (14. November) werden beim MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM in der Session von 14 bis 17 Uhr Wearables für chronische Krankheiten und für Personen mit besonderen Mobilitätsherausforderungen (beispielsweise Schlaganfallpatienten) in den Fokus gerückt. Passend dazu stellt Bioservo im Rahmen der Wearable Technologies Show einen Trainingshandschuh für Schlaganfallpatienten vorgestellt.

Über Bewegungssensorik und robotische Unterstützung werden durch den Patienten ausgeführte Bewegungsimpulse verstärkt. Durch regelmäßige Anwendung verbessert sich nicht nur die Wahrnehmung von Berührungsreizen, sondern auch die Willkürmotorik, etwa das Greifen. Vom robotischen Handschuh ist der Weg nicht weit zu Exoskeletten, die in der Mobilisierungstherapie wertvollen Nutzen bieten. FreeBionics verhilft beispielsweise Personen mit vorübergehenden oder chronischen Bewegungseinschränkungen mittels dem System „Free Walk“ zur Wiedererlangung der Mobilität.

Zentral für chronische und akute Krankheiten ist das Monitoring von Vitaldaten. Hier bieten Wearables für nahezu jedes Krankheitsbild optimale Lösungen für die Überwachung im Krankenhaus oder zuhause. Das Start-up Biovotion hat beispielsweise eine Arm-Manschette im Programm, die kontinuierlich medizinisch relevante Daten erfasst und über eine `Cloud´-Lösung behandelnden Ärzten zur Verfügung stellt. Darüber hinaus gibt es passgenaue Wearables für bestimmte Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes oder auch neue Möglichkeiten für das Monitoring von Neugeborenen und Schwangeren.

Der Markt für medizinische Wearables wächst rasant

Die Bandbreite an Anwendungsoptionen, die bei der MEDICA 2017 thematisiert und als Produktlösungen präsentiert werden, ist ein Fingerzeig hinsichtlich einer immer stärkeren Nachfrage. „Der Markt für Wearables wächst rasant. Bereits im letzten Jahr wurden mehr als 150 Millionen Wearable-Produkte weltweit verkauft“, bestätigt Stammel. Im Jahr 2020 werde sich dieser Markt mehr als verdoppeln. Erste Prognosen würden von 400 Millionen Wearables ausgehen, die in 2020 abgesetzt werden sollen. Gut 50 Prozent davon entfielen auf medizinische Wearables. Insbesondere der Markt für intelligente Pflaster (Smart Patches) dürfte weltweit einen sehr hohen Marktanteil einnehmen. In seinem Beitrag „Soft Embedding of Electronics and Skin Friendly Fixation of Materials & Technology“ gibt Gerd Bueschel, OEM Manager, Covestro, beim MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM am 14.11. einen Einblick in das Thema.

Die fortschreitende Miniaturisierung wird zu immer kleineren und für den Patienten angenehmeren medizinischen Monitoring-Lösungen führen. „Medizinische Wearables werden zunehmend im Formfaktor von intelligenten Pflastern entwickelt und werden es somit dem Patienten ermöglichen, Langzeitmonitorings oder auch die Medikation nahezu unsichtbar für den Außenstehenden anzuwenden“, gibt Christian Stammel einen Ausblick. Damit könnten Wearables dem Patienten eine deutlich einfachere und nicht stigmatisierende Behandlung ermöglichen.

Wearables – eine Herausforderung für die Zulassungsstellen

Wearables eröffnen für Anbieter und Anwender demnach gleichermaßen vielversprechende Perspektiven. Zugleich stellen sie aber auch mannigfaltige Anforderungen vor dem Marktstart. Dazu zählen die medizinische Zulassung, Aspekte von Schnittstellen und Dateninteroperabilität sowie der Datenschutz. Dabei gilt: „Weltweit sind die medizinischen Regulierungsbehörden mit dem Themengebiet der Wearables stark gefordert und passen sich auch sukzessive den neuen Herausforderungen an“, wie Stammel zu berichten weiß. Die Digitalisierung sei insgesamt eine große Herausforderung für die Zulassungsstellen von medizinischen Produkten, so Stammel weiter: „Deutschland ist hier durch die schiere Größe des Gesundheitsmarktes ein Land, das unter allen Herstellern von medizinischen Produkten höchste Aufmerksamkeit erfährt.“

Wearables im stationären Bereich

„Für den stationären Bereich gibt es zahlreiche Innovationen aus dem Wearables-Umfeld“ konstatiert Stammel. Von der Überwachung des Wundliegens über Patch-Sensorik bis hin zum Monitoring von Vitaldaten reiche die Palette der Applikationen. Im Krankenhaus selbst würden die Wearables aus seiner Sicht aber erst einmal eine eher untergeordnete Rolle spielen: „Auf Grund der vorhandenen medizinischen Infrastruktur werden hier Wearables langsamer Einzug halten. Vor allem in der ambulanten Nachversorgung sehen wir Einsatzbereiche für Wearables.“

Wearables für den ambulanten Bereich

Insbesondere Arztpraxen sollten sich mit dem Themengebiet der Wearables konkreter auseinandersetzen für eine bessere Einschätzung des Patienten. Stammel verdeutlicht: „Erste auch medizinisch zertifizierte Gesundheitsmonitore wie die `Philips Health Watch´ erleichtern dem Arzt den Einsatz der Wearables als verlässlichen Indikator.“ Das Gerät zeichnet Vitaldaten wie Herzfrequenz, Bewegung oder das Sitz- und Schlafverhalten ohne zusätzlichen Brustgurt auf. Sie werden unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien in einer Cloud gespeichert und können auf Wunsch beispielsweise mit Ärzten und Medizinern geteilt werden. Nach Einschätzung Stammels wird sich die Nutzung medizinischer Wearables kurzfristig auch als Leistungsmerkmal für eine hochwertige Arztpraxis etablieren: „Zum Beispiel bei der Behandlung von Diabetes-Patienten sollten Ärzte die bereits heute verfügbaren Produkte kennen und sich der Vorteile für die ärztliche Behandlung und die Lebensqualität des Patienten bewusst sein, um diese verschreiben zu können.“

www.wearable-technologies.com

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PREVIEW online
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Tel. +49-40-53 930 460
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Wearables aus Finnland: VTT Technical Research Centre of Finland
Quelle: WEARABLE TECHNOLOGIES
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Christian Stammel, Gründer und CEO der WT Wearable Technologies Group
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Christian Stammel, Gründer und CEO der WT Wearable Technologies Group
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Christian Stammel, Gründer und CEO der WT Wearable Technologies Group
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Das Start-up Biovotion hat eine Arm-Manschette im Programm, die kontinuierlich medizinisch relevante Daten erfasst und über eine `Cloud´-Lösung behandelnden Ärzten zur Verfügung stellt.
Quelle: WEARABLE TECHNOLOGIES
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